MEIN WEG

Mein Weg zum Heiler und zum Medium möchte ich hiermit aufzeigen:

Wenn ich an meine ersten Schuljahre zurückdenke, fällt mir auf, dass ich mich sehr gerne auf dem Friedhof aufgehalten habe. Das Schulhaus vom Heimatdorf befand sich direkt neben der Kirche. Oft zog es mich zum Friedhof hin. Dabei habe ich mich nie alleine gefühlt und es waren für mich stets Bereicherungen und wohlige Erlebnisse.

Ich spürte immer die verstorbenen Menschen. Ab und zu sah ich sie und hörte sie reden. Diese Wahrnehmungen waren für mich völlig normal. Wenigen Menschen erzählte ich davon. Rasch bemerkte ich, dass sie dies nicht ernst genommen haben, sich nicht damit auseinandersetzen wollten und mich für verrückt hielten. So behielt ich diese Erfahrungen über viele Jahre, ja sogar Jahrzehnte für mich.

Als ich ca. 15 Jahre jung war, hat sich ein mir wohl gesinnter Freund das Leben genommen. Schon vor seinem Tod spürte ich, dass er sich zu diesem Schritt hingezogen fühlte. Mehrmals versuchte ich, ihm beizustehen. Leider nahm er meine Hilfe und auch von anderen Menschen nicht an.

Nach ca. einem halben Jahr darauf ging ich erstmals alleine in die nächst grössere Stadt. Es war Winter und somit sehr kalt draussen. Als ich mich auf einen Platz hinbewegte, spürte ich auf einmal viel Wärme auf mich zukommen, was für mich nicht nachvollziehbar war. Als ich auf diesem Platz ankam, wurde es noch wärmer um mich. Ich sah ein helles Licht auf mich zukommen und irgendeine Kraft stoppte mein Gehen. Mit grosser Verwunderung sah ich diesen Freund mit einem Lächeln im Gesicht auf mich zu laufend. Ich erstarrte dabei. Dann stand er vor mir; und er wirkte sehr erfreut. Ich selber wusste nicht mehr, wie mir war.

Ich sah wie er seine Arme um mich hielt und spürte wie er mich festhielt. Dann hörte ich ihn sagen, dass es ihm sehr gut ginge. Er sei an einem schönen Ort angekommen. Und nun wisse er, dass er anders hätte handeln sollen. Doch damals hatte er schlicht keine andere Möglichkeit gewusst. Daraufhin hörte ich ein Dankeschön an mich. Er habe es sehr geschätzt, dass ich mich um ihn gekümmert habe. Er drückte mich nochmals fest. Und ich hörte ihn sagen, dass ich ihn jederzeit ansprechen könnte. Sei es einfach zum Reden oder um Hilfe zu erhalten. Dann spürte ich einen Kuss auf einer meiner Wangen. Es fühlte sich feucht und warm an. Er drückte mich nochmals fest, drehte sich um und lief von mir weg.

Ich blieb zitternd stehen und fühlte mich einerseits glücklich und andererseits verwirrt. So lief ich durch die Stadt, die ich gar nicht kannte. Etwa eine Stunde später erklärte mir ein Passant, wie ich zum Bahnhof gelangen konnte. Zu Hause angekommen, erzählte ich meinem damaligen Hund über dieses spezielle Ereignis. Dieser hat mich dabei immer wieder geleckt und er winselte durchwegs. Von ihm fühlte ich mich verstanden.

Im Alter von 30 Jahren erzählte ich einer Heilerin davon. Sie hat mir dann erklärt, um was es sich dabei handelte. Und ich wusste endlich, dass ich nicht verrückt bin.

Und trotzdem hat es noch viele Jahre gebraucht, bis ich mich entschied, mich der Geistigen Welt und dem Übersinnlichen zu widmen.

Ich habe immer gespürt, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. So entschied ich mich, bedürftigen Menschen zu dienen. Als Hilfspfleger startete ich. Da spürte ich erstmals sehr deutlich, dass die Pflege mein Weg sein wird. Schliesslich liess ich mich zum Pflegefachmann in der Psychiatrie ausbilden. Eine Tätigkeit, die mir noch heute sehr gefällt.

In diesen nun vielen Jahren der Tätigkeit in der Psychiatrie konnte ich immer wieder sehr viel spüren und spezielle Wahrnehmungen erfahren.

Eines Tages sprach mich ein Fremder im Wald an. Er sagte mir, dass ich ein Heiler sei und dass ich mich endlich für diesen Weg entscheiden solle. So begann meine Reise. Inzwischen habe ich mehrere Ausbildungen, Weiterbildungen und Erfahrungen in mein Dasein integriert. Und nun fühle ich mich bereit, gestärkt und voller Freude, dieses Wissen an Menschen weiter zu geben. Den Menschen zu dienen, und dies nicht nur als Pflegefachmann in der Psychiatrie, sondern auch für Menschen, für die das Übersinnliche und die Geistige Welt Realität sind oder diese Bereiche kennen lernen möchten.

Ich freue mich sehr auf neue Erfahrungen und bedanke mich herzlichst, dass Sie daran interessiert sind.

Auf ein Kennenlernen und eine spannende Zeit.

René Karrer